Sorge für deine Seele!
46. Je mehr die dich Welt haßt und je weiter du von ihr abgeschieden bist, desto angenehmer bist du Gott, deinem Herrn.
47. Wer für das Empfangene nicht von Herzen dankbar ist, ist auch nicht würdig, mehr zu empfangen.
48. So oft dir ein Glück zustößt, nimm es für eine Probe, die Gott dir auflegt, und für eine Ursache, ihn dafür zu loben und ihm zu danken. So oft dir aber ein Unglück zustößt, so nimm es als ein Mittel zu deiner Buße, Besserung und künftiger Vorsicht an.
49. Die Kräfte deiner Macht erweise in Hilfe an den Elenden. Die Kräfte deiner Weisheit erweise darin, andere zu dulden und zu unterweisen. Die Kräfte deines Reichtums im Wohltun an den Bedürftigen.
50. Durch Unglück laß dich nicht schrecken noch zaghaft machen. Glück mache dich nicht Kühn und stolz.
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DAS ZEHNTE GEBOT
Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib, Knecht, Magd, Vieh oder alles, was sein ist.
Was ist das ?
Wir sollen Gott fürchten und lieben, daß wir unserem Nächsten nicht sein Weib, Gesinde oder Vieh abspannen, abdringen oder abwendig machen, sondern dieselben anhalten, daß sie bleiben und tun, was sie schuldig sind.